Fast ein jeder von uns hatte in den letzten mehr als tausend Jahren mit der katholischen Kirche (und/oder  mit einem ihrer Ableger) zu tun; als Täter oder als Opfer, wobei sinnigerweise die Täter oft die eigentlichen Opfer der (W)Irrlehren dieser Institution waren. So wie ein Selbst­mordattentäter, der sich in seinem Glauben an einen gerechten Dschihad an einer Bushaltestelle in die Luft sprengt ja auch ein Opfer eines radikalen Irrwegs innerhalb des Islam ist.

Eine besondere Verbindung, die viele Menschen mit der Kirche haben, selbst wenn sie sich selbst als von der Kirche emanzipiert empfinden, wird durch sogenannte Kirchengelübde gebildet. Diese wirken, ob ich davon weiß oder nicht, ob ich daran glaube oder nicht.

 

Der endgültige Eintritt in eine klösterliche Gemeinschaft wird (nach einer Probezeit) in einem Ritual, der sogenannten Profess, vollzogen. Bei diesem Ritual wird ein Gelübde abgelegt, indem sich der Proband  zu

  • Armut
  • Keuschheit und zum
  • Gehorsam gegenüber der kirchlichen Obrigkeit verpflichtet

Sinnigerweise wird dieses Gelübde auf die Ewigkeit abgelegt!

 

Die Seele hat sich also auf die Ewigkeit gebunden und versucht nun in allen folgenden Leben dieses Versprechen unter allen Umständen zu halten; d.h. ein neuer Mensch wird geboren (nichts wissend vom Gelübde einer früheren Inkarnation). Er lernt viel, ist fleißig und kreativ und kommt trotzdem auf keinen grünen Zweig. Jedes Mal wenn finanzieller Erfolg naht, wird dieser durch irgendeinen Umstand kaputt gemacht. Die Seele hält ihr gegebenes Versprechen. Genauso tut sie das, wenn eine harmonische Beziehung oder beglückende Sexualität "droht". Und Schwierigkeiten mit der Obrigkeit oder Autoritäten werden so auch erklärlich.

 

Das Gute an der ganzen Sache ist, dass ein jedes gegebenes Versprechen, Eid, Schwur oder Gelübde wieder zurück genommen werden kann. Im Grunde genommen eine simple Sache, nur wissen muss man es und draufkommen.