Magie

Magie ist der Versuch, bewusst Menschen, Dinge, Situationen, Zustände oder Prozesse nach meinen Vorstellungenzu verändern, meist mithilfe bestimmter Techniken, Rituale oder Zeremonien.

 

Obwohl der moderne aufgeklärte Mensch meist darüber lacht, kann der Weg der Magie ein enorm machtvoller sein und die Dinge im Außen außerordentlich wirksam bestimmen oder ver­­ändern.

Und deswegen gibt es kaum Seelen, die in ihrer bisherigen Existenz diesen Weg noch nicht ausprobiert haben, den offensichtlichen Verlockungen dieser Spielart nicht erlegen waren.

 

Es geht also um magischen Handlungen und Bindungen an magische Systeme oder We­sen­heiten.

Magische Handlungen binden uns für spätere Leben. Versprechen, die wir geben, Eide und Gelübde, die wir schwören, Verträge, die wir schließen, Verwünschungen und Flüche, die wir gegen andere, aber auch gegen uns selbst aussprechen, alle diese Dinge haben Bestand und Auswirkungen über den physischen Tod hinaus.

 

Wenn ich etwas verbessern oder verändern will (durch magische Handlungen), erkenne ich erstens mal an, dass es real existiert. Das ist natürlich das genaue Gegenteil der Aussagen aus unserem Weltbild „nichts ist real“ oder „nichts hat irgendeine Bedeutung, außer der, die ich ihr gebe“. Natürlich ist es in Ordnung, Dingen eine Bedeutung zu geben, z. B. gebe ich dem Wohlergehen meiner Kinder Bedeutung und tue auch was dafür. Aber dieses Be­deu­tung­geben sollte ohne Anhaftung geschehen. Und der Einsatz von Magie ist ein sicheres Zeichen von Anhaftung. Die Krux mit der Magie ist die, dass sie mich immer tiefer in die Materie führt, sie vergrößert meine Anhaftungen.

Zweitens bewerte ich das, was ich verändern will, und zwar als negativ oder schlecht, zumindest aber als verbesserungsbedürftig.

Erstens stärke ich damit mein Ego, denn die Wertung entspricht immer dem Egodenken.

 

Und zweitens müssen wir uns jetzt ein bisschen über das limbische System unterhalten. Das limbische System ist eine Funktionseinheit des Gehirns, die der Verarbeitung von  Emotionen und der Entstehung von Triebverhalten dient, auch werden ihm intellektuelle Leistungen zugesprochen. Das limbische System ist auch für die Ausschüttung von Endorphinen, körpereigenen Opioiden, verantwortlich. Ein Teil des limbischen Systems ist die Amygdala, sie wird auch als Mandelkern bezeichnet. Sie ist wesentlich an der Entstehung von Angst beteiligt. Warum erwähne ich jetzt dieses limbische System?

Neuere Forschungen am Gehirn haben ergeben, dass das limbische System zwei Eigenheiten aufweist: Erstens kennt das limbische System keine Zeitformen, ähnlich der alten hebräischen Sprache. Und zweitens kann das limbische System nicht zwischen einem Ich und einem Du unterscheiden. Wenn ich also über jemand schimpfe, ihn einen „Depp“ heiße, übersetzt das limbische System: „Aha, ich bin ein Depp!“ Wenn ich jemand hasse, hasse ich mich selbst. Wenn ich jemand schuldig spreche, wenn ich ihn verurteile, dann … Und wenn ich einen Umstand als schlecht, negativ oder verbesserungswürdig bewerte … ich glaube, Sie haben schon verstanden.

 

Alles Dinge, die mich tiefer und tiefer in den Traum führen, mich mehr in die Materie verwickeln. Was natürlich das genaue Gegenteil von dem ist, was ich eigentlich möchte, mich entwickeln.

 

Und für Magie muss immer ein Preis bezahlt werden, und zwar ein völlig überhöhter Preis.

 

Magische Systeme sind hierarchische Gebilde, oft pyramidenartig aufgebaut.

Wenn ich mich in ein solches System einbinde, geschieht dies mittels ritualisierten Versprechen, Eiden oder Schwüren, die mich an Wesenheiten - z.B. einem Meister, einen Dämon usw. - aber auch ans System oder die Magie selbst binden. Es werden energetische Verbindungen geschaffen, z.B. Verbindungen von Solar Plexus zu Solar Plexus; dabei läuft die Energie immer von unten nach oben.

Diese (Ver)Bindungen haben Bestand über den physischen Tod hinaus. Bei Menschen, die ohne erkennbaren Grund immer müde sind, sich schlapp und energielos fühlen, können solche Verbindungen, über die Energie ständig an andere Wesenheiten abfließt, der Grund sein.